Logbuch

Zwischen Tür und Angel

Sesshaft und Fahrend

 

 

Das trifft ziemlich genau den Gemütszustand, in dem wir uns jetzt kurz vor der Abreise nach Holland in die neue Fahrsaison befinden. Nie so ganz da und nie so ganz dort. Immer zu Gast, immer neue Menschen, die uns willkommen heissen (meistens) und von denen wir uns bald wieder verabschieden müssen. Das Fremdsein ist der Preis, den wir bezahlen für das Freisein. Im kommenden Frühling werden wir auch wieder in einem fremden Sprachraum bewegen.  Auch in einem Kulturraum, der sich vom gewohnten Umfeld zuhause in manchem unterscheidet. Der Umgang miteinander wird direkter, weniger verschlüsselt sein als in der Schweiz. Die Fleischstücke in der Beiz werden mächtig viel grösser, die Fietsen werden Vortritt haben und in Friesland werden die Wolken über dem grossen, weiten Himmel nach irgendwohin fahren.

 

Wie werden wir die VERANDEREN im Hafen in Huizen antreffen? Werden wir die Heizung, die im Winter ausgestiegen ist, wieder flottkriegen? Was wird unser Schiffsnachbar Fons, der ganzjährig auf seinem Schiff KABBELAARSBANK wohnt, zu erzählen haben. Werden wir von lauen Frühlingslüftchen oder beissend kalten Nordseewinden begrüsst werden?