Logbuch

 

 

Sonntag, 8. Oktober

Das Schiff ist eingewintert. Das heisst: Die Heizung ist abgestellt (wir überwintern also „kalt“), das System ist natürlich mit Frostschutz gefüllt. Das Frischwasser-System ist geleert und mit Druckluft ausgeblasen, Steuerhaus, Kukuks, Kran, Lüfter etc. haben ihre Winterabdeckungen übergestreift erhalten. VERANDEREN liegt sicher an der Kade der Werft Multiship in Harlingen, immer noch am Landstrom angehängt (Batterien!). Die Taue sind so belegt, dass auch nicht zu grosse Wasserstands- Schwankungen mitgemacht werden und trotzdem auch starke Winde oder von den Berufsschiffen verursachter Wellengang schadlos überstanden werden sollten. Was da so simpel tönt, nimmt uns jeweils ca. eine Woche in Anspruch. Weil- auch im Innenbereich will man keine Feuchtstellen haben, es soll keine vergessene Wasserflasche zerbersten, Schubladen, Stauräume wollen durchlüftet werden etc.

 

 

 

 

Montag, 9. Oktober

Zu Hause. Nicht nasskalt, strahlend sonnig! Wieder mal in der Badewanne hocken, bis sich die Haut kringelt, kein morgendliches Deckputzen, richtig gutes Holzofenbrot essen und ein anständiges Stück Käse von der Alp Isleten, Genuss pur!

 

 

Freitag, 20. Oktober

Ich fange an, Fotos zu sortieren, eine Auswahl für die Verkaufs-Dokumentation zusammen zu stellen und die Texte zu schreiben. Es ist viel Material zusammen gekommen in unseren Schiffsjahren. Im Januar wollen wir alles bereit haben und gleichzeitig die nächste Saison planen. Ein Widerspruch?

Eben- nichts erzwingen, flexibel bleiben, auf Neues einstellen können, auch wenn es nicht wie geplant läuft. Wie unsere Gefühlswelt aussieht, wenn wir dann einmal das Schiff dem neuen Besitzer übergeben werden? Wir haben beide viel Energie und Arbeit in dieses Unternehmen gesteckt in den letzten Jahren, sind stolz auf unser schönes Schiff. Die eine und andere Träne wird es schon geben.